Auswahlempfehlung der Stadt

Was ist die Zielsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes?

Durch den Verkehrsentwicklungsplan werden mit dem Zeithorizont 2020/2025 strategische Weichenstellungen für den nichtmotorisierten und motorisierten Verkehr auf Straße und Schiene, zum Personen- und Gütertransport und für alle Verkehrszwecke vorgenommen.

Der erste inhaltliche Schritt ist die Definition von Zielen, die mit dem Verkehrsentwicklungsplan erreicht werden sollen. Die Ziele dienen der grundsätzlichen Ausrichtung des Verkehrsentwicklungsplans, geben also die Leitlinien für die weiteren Schritte vor. Außerdem wird mit Hilfe von Indikatoren der Zielerreichungsgrad bei der Prüfung von Maßnahmen ermittelt. D. h., es wird bewertet, wie gut die einzelnen Maßnahmen zur Erreichung der Ziele dienen.

Es gibt insgesamt sechs Zielfelder mit jeweils mehreren Unterzielen:

Zielfeld 1: Gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ermöglichen, Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer/innen stärken

Zielfeld 2: Verkehrssicherheit und soziale Sicherheit bei der Nutzung erhöhen

Zielfeld 3: Alternative Verkehrsmittelwahl gesamtstädtisch anbieten und optimieren

Zielfeld 4: Verknüpfung der Verkehrssysteme und Angebote im Umweltverbund zwischen Bremen und der Region verbessern

Zielfeld 5: Den Wirtschaftsstandort Bremen durch Optimieren der Wirtschaftsverkehre stärken

Zielfeld 6: Die Auswirkungen des Verkehrs auf Mensch, Gesundheit und Umwelt nachhaltig und spürbar reduzieren

Ziele des Verkehrsentwicklungsplans Bremen (pdf, 75.9 KB)

Welche Maßnahmen wurden untersucht?

Die Ausgangsbasis: Chancen & Mängel
Im zweiten Schritt zur Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans wurde das heutige Verkehrsnetz untersucht. Wo gibt es Probleme? Wo kommt es häufig zu Staus? Wo sind Gebiete nicht gut an Bus und Bahn angebunden? Wo sind Lücken im Fuß- und Radwegenetz? Genauso wurde untersucht, wo Bremen gut aufgestellt ist und wo diese Stärken noch ausgebaut werden können. Neben der Untersuchung durch Verkehrsfachleuchte haben sich zahlreiche Bremerinnen und Bremer über die Bürgerforen und www.bremen-bewegen.de mit Ihren Anregungen in das Verfahren eingebracht.
www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen213.c.8127.de

Maßnahmenentwicklung
Im dritten Schritt ging es darum zu überlegen, welche verschiedenen Maßnahmen bei der zukünftigen Lösung unserer Verkehrsprobleme helfen könnten. Es wurde ein umfangreicher Katalog von über 300 Einzelmaßnahmen erstellt, Maßnahmenbündel entwickelt und wiederum öffentlich diskutiert. Die Auswirkungen der Maßnahmen bis zum Jahr 2025 wurden in fünf Testszenarien mit unterschiedlichen Schwerpunkten untersucht. Eine Liste der untersuchten Maßnahmen finden Sie auf der Webseite des Verkehrsressorts
www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen213.c.8127.de

Wie wurde genau ausgewählt?
Zunächst wurde geprüft, inwiefern jede einzelne Maßnahme hilft, die Ziele des Verkehrsentwicklungsplans zu erreichen. Es wurde also bewertet, ob eine bestimmte Maßnahme die Verkehrssicherheit fördert oder dem Wirtschaftsverkehr hilft. Außerdem wurden die Kosten jeder Maßnahme abgeschätzt und zwar sowohl die einmaligen Planungs-, Bau- oder Anschaffungskosten als auch die laufenden Betriebskosten.

Betrachtet man die Zielerreichung und die Kosten einer Maßnahme gleichzeitig, bekommt man eine Einschätzung, wie effizient eine Maßnahme ist. Dieser Zielerreichungsgrad wurde in vier Kategorien eingeteilt (sehr hoch, hoch, mittel, niedrig); die Maßnahmen wurden Kostenklassen zugeordnet.

Neben den Kosten und der Zielerreichung gibt es noch weitere Kriterien, die bei jeder Maßnahme betrachtet werden müssen. Jede Maßnahme, die ausgewählt werden soll, muss machbar sein, das bedeutet, dass beispielsweise geprüft wurde, ob bei neuen Buslinien die befahrenen Straßen breit genug sind, ob ein neuer S-Bahnhof mit dem Streckenbetrieb in Einklang gebracht werden kann und ob er genügend Fahrgäste anziehen würde.

Für den Auswahlvorschlag der Stadt wurden Maßnahmen ausgewählt, die einen hohen Zielerreichungsgrad haben und die machbar, nachgefragt und frei von Zielkonflikten sind.

Nicht ausgewählt wurden Maßnahmen, die nicht effizient, zu teuer oder nicht machbar sind. Auch Maßnahmen, die einen niedrigen Zielerreichungsgrad haben, wurden nicht in den Vorschlag aufgenommen.
Welche Maßnahmen werden vorgeschlagen?

Für die öffentliche Diskussion werden rund 160 Maßnahmen vorgeschlagen, die alle den Zielen des Verkehrsentwicklungsplans entsprechen und die verkehrlich wirksam, baulich und betrieblich machbar und finanzierbar sind. Aufgrund des Budgets werden nicht alle diese Maßnahmen am Ende in den Verkehrsentwicklungsplan einfließen können. Zudem muss in der letzten Phase noch entschieden werden, welche der Maßnahmen zuerst und welche später umgesetzt werden sollen.

Zur Übersicht über die für das Zielszenario vorgeschlagenen Maßnahmen gibt es Themenposter:


Kfz-Verkehr / Wirtschaftsverkehr
(PDF, 2.4 MB)

Kfz-Verkehr / Wirtschaftsverkehr (Teil 1)

Kfz-Verkehr / Wirtschaftsverkehr (Teil 1)

Kfz-Verkehr / Wirtschaftsverkehr (Teil 2)

Kfz-Verkehr / Wirtschaftsverkehr (Teil 2)


Eisenbahn / Straßenbahn

Eisenbahn/Straßenbahn (Teil1)

Eisenbahn/Straßenbahn (Teil1)

Eisenbahn/Straßenbahn (Teil2)

Eisenbahn/Straßenbahn (Teil12)


Busverkehr

Busverkehr (Teil 1)

Busverkehr (Teil 1)

Busverkehr (Teil 2)

Busverkehr (Teil 2)


Fußverkehr/Nahmobilität

Fußverkehr/Nahmobilität (Teil 1)

Fußverkehr/Nahmobilität (Teil 1)

Fußverkehr/Nahmobilität (Teil 2)

Fußverkehr/Nahmobilität (Teil 2)


Radverkehr

Radverkehr (Teil 1)

Radverkehr (Teil 1)

Radverkehr (Teil 2)

Radverkehr (Teil 2)


Straßenraum / Mobilitätskultur / Ruhender Verkehr

Straßenraum / Mobilitätskultur / Ruhender Verkehr (Teil 1)

Straßenraum / Mobilitätskultur / Ruhender Verkehr (Teil 1)

Straßenraum / Mobilitätskultur / Ruhender Verkehr (Teil 2)

Straßenraum / Mobilitätskultur / Ruhender Verkehr (Teil 2)


Verkehrssicherheit / Mobilitätsberatung / Carsharing

Verkehrssicherheit / Mobilitätsberatung / Carsharing (Teil 1)

Verkehrssicherheit / Mobilitätsberatung / Carsharing (Teil 1)

Verkehrssicherheit / Mobilitätsberatung / Carsharing (Teil 2)

Verkehrssicherheit / Mobilitätsberatung / Carsharing (Teil 2)

Alle Pläne finden Sie hier: www.bau.bremen.de/vep

Außerdem gibt es eine Liste aller vorgeschlagenen Maßnahmen:

Welche Maßnahmen wurden verworfen?
In der umfangreichen Prüfung der Maßnahmen waren auch solche, die nicht den gesetzten Zielen entsprachen oder einzelnen Zielen sogar entgegenstanden. Außerdem gibt es Maßnahmen, die zwar einen hohen Zielerreichungsgrad haben, aber nicht umsetzbar sind.

Dies kann z. B. der Fall sein, wenn eine untersuchte neue Straßenbahnlinie zu wenige Fahrgäste hat oder wenn ein S-Bahnhof nach den aktuellen Richtlinien nicht gebaut werden darf, weil er z. B. in einer Kurve mit zu engen Gleisradien und Überhöhung liegt. Manche Maßnahmen stehen auch in Konkurrenz zueinander, so dass nur eine von mehreren Maßnahmen realisiert werden kann.

Auch die Maßnahmen, die aus Sicht der Stadt nicht ausgewählt werden sollen, wurden in einer Liste aufbereitet. In dieser Liste steht auch jeweils eine Begründung, warum die Maßnahme nicht empfohlen wird:

Welche Maßnahmen sind gesetzt?
Der Verkehrsentwicklungsplan Bremen eröffnet weite Handlungsspielräume zur Ausgestaltung des Stadtverkehrs der Zukunft. Allerdings bedeuten diese Spielräume nicht, dass alle verkehrspolitischen Entscheidungen der Vergangenheit wieder zur Diskussion gestellt werden. Viele Verfahren sind bereits von der Bremischen Bürgerschaft beschlossen oder sind bereits in der verbindlichen Planung. Solche Maßnahmen sind gesetzte Maßnahmen des Verkehrsentwicklungsplanes, die zusätzlich zu den zur Auswahl empfohlenen Maßnahmen zu sehen sind.
Zu diesen gesetzten Maßnahmen gehören u. a.:

  • Ringschluss A 281
  • Verlängerung Linie 1 vom Rolandcenter bis Brüsseler Str.
  • Verlängerung Linie 8 vom Rolandcenter nach Weyhe
  • neue Straßenbahnverbindung Bennigsenstr.–Stresemannstr.–Steubenstr.
  • Verlängerung Linie 4 bis Falkenberg

Alle gesetzten Maßnahmen finden Sie unter:

Anmerkungen können gerne auch direkt an vep@bau.bremen.de abgeben werden.